Zum vierten Mal in Folge hat Audi das 12-Stunden-Rennen in Sebring gewonnen. Das Infineon Team Joest und das Team ADT Champion Racing lieferten sich mit ihren beiden Audi R8 über die gesamte 12-Stunden-Distanz einen spannenden Schlagabtausch. Der „amerikanische“ R8 führte die meiste Zeit, trotzdem siegte das Infineon Team Joest. Eine Gelbphase und ein unplanmäßiger Boxenstopp von Champion Racing spielte die Führung 90 Minuten vor Schluss in die Hände des deutschen Teams. Frank Biela/Philipp Peter/Marco Werner überquerten die Ziellinie mit nur 13,493 Sekunden Vorsprung vor JJ Lehto/Stefan Johansson/Emanuele Pirro.
Der Rennverlauf:
- #1 Biela übernahm am Start die Führung vor #38 Pirro und #9 Salo
- #38 Pirro überholte #1 Biela in der 5. Runde während der ersten Überrundungen
- #1 Biela verlor in der zweiten Stunde die Windschutzscheibe seines R8
- #9 Salo fiel in der zweiten Stunde auf Platz vier zurück
- #9 Kane muss nach mehreren Berührungen die Fronthaube wechseln
- #1 Werner übernahm in der vierten Stunde die Führung von #38 Johansson, als er drei Stints ohne Reifenwechsel absolvierte
- Am Auto von #9 McCarthy musste nach fünf Stunden ein Sensor der Ladedrucksteuerung fixiert werden
- #9 Salo touchierte in der siebten Stunde ein anderes Fahrzeug und beschädigte dabei die Heckpartie
- #9 Kane musste zu Beginn der neunten Stunde den Hinterwagen wechseln lassen.
- #38 Pirro bekam 90 Minuten vor Rennende starke Krämpfe in den Beinen und musste abgelöst werden.
- #1 Werner, zu diesem Zeitpunkt zehn Sekunden zurück, übernahm die Führung
- #1 Werner verteidigte die Führung bis ins Ziel und siegte mit nur 13,493 Sekunden Vorsprung auf #38 Johansson
Stimmen nach dem Rennen:
Marco Werner: „Ich habe in Daytona gewonnen und in Monte Carlo. Aber dieser Sieg übertrifft alles. Sebring ist einzigartig. Besonders stolz bin ich, ein Teil dieses historischen vierten Sieges in Folge des Joest Teams zu sein und dabei so lange im Auto gesessen zu haben. Ich habe einfach versucht, einen guten Job zu machen. Die Crew hat perfekt gearbeitet, die Strategie war so gut, wie man das von Joest Audi gewohnt ist. Wir haben versucht, Dreifach-Stints zu fahren, es hat funktioniert. Es war nicht einfach, mit den Reifen so lange zu fahren, man musste ziemlich aufpassen. Aber es hat geklappt – der Rest wurde an der Box gemacht. Danke an das Team!“
Dr. Wolfgang Ullrich, Audi Sportchef: „Ein tolles Ergebnis! Die beiden R8 von Champion Racing und vom Infineon Team Joest haben sich zwölf Stunden lang ein unheimlich spannendes Rennen geliefert. Beide hatten die Chance, das Rennen zu gewinnen. Das Joest Team war das etwas glücklichere. Bis eine Stunde vor Schluss sah es noch so aus, als würde Champion Racing den Sieg knapp einfahren, sie haben einfach etwas Pech gehabt. Ich freue mich mit der ganzen Joest Truppe und für die drei Fahrer. Für Philipp Peter und Marco Werner war es das erste Rennen in Sebring mit einem Sport-Prototyp. Sie hatten mit Frank Biela zwar einen alten Hasen als Teamkollegen, aber die Teamleistung war wirklich toll.“
Ergebnis:
1. Biela/Peter/Werner (Audi R8) 367 Runden
2. Johansson/Lehto/Pirro (Audi R8) + 13,493 Sek.
3. Herbert/Brabham/Blundell (Bentley) 4 Rd. zur.
4. Kristensen/Capello/Smith (Bentley) 5 Rd. zur.
5. Beretta/Jeannette/Papis (Panoz) 15 Rd. zur.
6. Kane/McCarthy/Salo (Audi R8) 16 Rd. zur.
7. Theys/Lienhard/van de Poele (Dallara-MG) 31 Rd. zur.
8. Fellows/O’Connell/Freon (Chevrolet) 35 Rd. zur.
9. Leuenberger/Graham/Maxwell (Panoz) 43 Rd. zur.
10. Luhr/Maassen (Porsche) 47 Rd. zur.
Marco Werner übernimmt den Audi R8 von Frank Biela.
Photo: ©2003 Audi AG