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Jubilar Marco Werner - 25 Jahre Motorsport
Up and Downs einer Karriere
Am 13.Oktober 19984 bestritt Marco Werner, als Späteinsteiger in den Motorsport, sein erstes Autorennen. Beim Veedol Langstreckenpokal auf der Nürburgring Nordschleife fuhr er an der Seite von Lutz Höhl und Klaus Ligensa einen Gruppe A VW Polo. Sein erstes Rennen beendete Marco Werner als Sieger.

Erstes Rennen 1984
Erstes Rennen 1984

Auch wenn er damals eigentlich keine richtigen Ziele im Motorsport hatte, war klar das er in den Formel Sport wechseln wollte. Mit einem Eigenbau Formel Ford ging er ein neues Abenteuer an. "Ich schraubte schon fast drei Jahre an dem Formel Ford 1600 und so war es klar, daß ich Formel Ford fahren wollte. Das Rennen im Langstreckenpokal war eine Überbrückung, da das Formelprojekt etwas stockend voran ging. Aber ich hatte damals nicht schon die Formel 3 als Ziel im Kopf. Auf Grund der finanziellen Verhältnisse war das viel zu weit weg. Ich wollte einfach nur ein bisschen Formel Ford fahren" so Werner.

So gab es dann auch erst mal nur jeweils vier Rennen in den ersten zwei Jahren. Auch wenn es später weiter ging in Richtung höherer Formel Klassen, war Marco Werner auf Grund von kronischen Sponsormangel nicht der Shootingstar. Aber er kämpfte sich durch und gab nicht auf.

Formel Ford 1985 und 1986 im Eigenbau
Formel Ford 1985 und 1986 im Eigenbau
In der Formel 3 errang er zwei Vizemeisterschaften und gewann in Monaco den wertvollsten Sieg in der Formel 3. Formel 3000 Test standen an und auch die Formel 1 interessierte sich für Werner. Doch einzig der Geldmangel blieb ihm treu und damit platzte der Traum von der großen Formel 1 Karriere.

Einige Tourenwagenjahre und auch Porsche Super Cup standen alternativ an. Nicht das gesteckte Ziel nach der Formel Karriere, aber Marco Werner brachte es zum Honda Werkspilot im Super Tourenwagen Cup. Doch Honda sorgte auch für das erste Ende der Karriere, nachdem die Japaner Team und Fahrer strotz bestehender Verträge auswechselte. Marco war einerseits mit dem bestehenden Vertrag gebunden aber Honda Deutschland konnte ihm kein Einsatzfeld bieten. Ein Jahr Pause heißt im Profisport meist das Aus. So auch für Marco Werner.

1998 und 1999 bestritt er nur ein paar sporadische Einsätze. Die Karriere schien am Ende. Marco arbeitete als Fahrsicherheitsinstruktor im auto motor und sport Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring. War es leid um Sponsoren zu betteln oder auch seine Zeit in eine volle Saison ohne Lohn zu investieren. "Angebote Rennen zu fahren gab es schon. Aber die damalige Deutsche Tourenwagen Trophäe war nicht mein Ziel. Ein paar Einsätze habe ich aus Spaß bestritten weil es immer interessant ist auf der Nordschleife zu fahren. Oder mal ein Rennen in Macau oder der Sportwagen Einsatz in Anderstorp auf einem Ferrari 333 SP mit Formel 1 Motor. Das hat mich gereizt. Aber eine volle Saison ohne Gehalt kam für mich nicht mehr in Frage. Zu oft bin ich umsonst gefahren um zu zeigen dass ich noch da bin. Aber wer es bis dahin nicht gesehen hat... Und ausserdem hatte ich keine Zeit, ich musste Geld verdienen um meine Familie zu ernähren".

Formel 1 Ersatz
Formel 1 Ersatz
Schönste Zeit mit Audi

Doch 2000 kam die Wende. Ein Angebot für den Porsche Super Cup nahm Marco an. Es folgten 2 Vizetitel im heiß umkämpften Super Cup und ein Angebot für Audi die 24 Stunden in Le Mans 2002 zu fahren. Das eine Rennen für Audi nutzte Marco einmal mehr um auf sich aufmerksam zu machen. Aus dem einen Rennen wurde mehr. Marco Werner bekam einen Audi Werksvertrag und nutzte seine Chance.

In seiner ersten vollen Saison für Audi 2003, gewann er auf Anhieb in der American Le Mans Serie den ersten Titel seiner Karriere. Zwei weitere Titel sollten 2004 und 2008 folgen. In der American Le Mans Serie wurde er einer der erfolgreichsten Fahrer der Geschichte mit 25 Siegen in 54 Rennen. Auch den Langstreckenklassiker in Sebring gewann er drei mal (2003, 2005, 2007). Die Highlights seiner Karriere sind aber sicher die drei Le Mans Siege. Gleich drei mal in Reihe gewann er den Langstreckenklassiker 2005, 2006 und 2007.

Da er auch 1995 den 24 Stunden Klassiker von Daytona gewann, ist Marco Werner in kürzester Zeit zu einem der erfolgreichsten Sportwagen Piloten der Geschichte aufgestiegen. Er ist neben Hans Herrmann der einzige Deutsche der die "Triple Crown" (Siege in Daytona, Sebring und Le Mans) erringen konnte. Das schafften in der Motorsport Geschichte nur Mauro Baldi, A.J.Foyt, Hurley Haywood, Hans Herrmann, Al Holbert, Jackie Oliver und Andy Wallace.

"Ich habe meistens zu den "Frontrunnern" gehört, aber es oft nur zur Vizemeisterschaft gebracht weil irgend etwas gefehlt hat im Paket, das man zum Siegen braucht. Bei Audi habe ich erstmals in meiner Karriere alles vorgefunden und die erfolgreichste und schönste Zeit meiner Motorsportlaufbahn erlebt. Audi war das späte Glück in meinem Leben" so der dreifache Le Mans Sieger.

Sportwagenlegende Marco Werner
Sportwagenlegende