Erneuter Ausfall für Marco Werner beim 24 Stunden Rennen in Le Mans. Nachdem im letzten Jahr Lucas Luhr mit dem Audi R15 TDI verunfallte, kam in diesem Jahr für Marco Werner das Aus nach knapp 20 Stunden durch einen Motorschaden. "Ein Leck im Wasserkreislauf oder auch die Möglichkeit eines Zylinderkopfdichtungsschaden liegt vor" sagte Marco Werner, nachdem zuviel Druck im Wasserkreislauf des Highcroft LMP2 herrschte.
Aus und vorbei auf aussichtsreicher Position. Platz zwei hiess es zu dem Zeitpunkt. Das Highcroft Trio lag immer auf Podiumskurs, trotz zahlreicher Rückschläge.
"Mein erster Stint war sehr gut. Ich übernahm auf P2 und konnte als Führender wieder das Auto übergeben" so ein zufriedener Marco Werner nach seinem Stint. "Ich hatte zwei Reifenschäden durch Teile auf der Strecke, hatte aber damit noch immer Glück im Unglück, da ich nie einen richtigen Platten hatte, sondern nur einen schleichenden . Somit nie zu viel Zeit verlor und nie etwas am Auto beschädigte. Aber jeder unplanmässige Stop kostet dich etwas Zeit. Marino hatte dann einen Platten und in seiner Inrunde musste er sehr langsam fahren, damit haben wir drei Runden verloren. Das war hart".
In der Nacht konnte Marco Werner den Rückstand von drei Runden verkürzen und mit schnellen Zeiten den Anschluss an das führende LMP2 Auto wieder herstellen. Doch ein weiterer Rückschlag, in Form eines gebrochenen Heckflügels bei Marco Werner, warf das Highcroft Team erneut zurück. "Wir hatten einfach zuviel Pech" so Werner, "lagen aber immerhin noch gut auf Platz zwei. Unser Speed war gut aber wir hatten kein Glück. Wir mussten darauf hoffen, dass auch bei Strakka mal etwas vorfällt. Aber bei denen lief alles wie es sein sollte. Tanken-Reifenwechsel-Fahrerwechsel, das war alles..."
Am Morgen um 11 Uhr ereilte dann das Highcroft Team der Motorschaden. "Wir haben alles versucht, aber es machte keinen Sinn mehr. Der Motor wäre Hoch gegangen. So haben wir Marino noch mal zum Ende rausgeschickt für drei Runden, damit wir in Wertung (Platz 25) kamen. Standen aber davor fast vier Stunden..." so Marco Werner. "Das Team hat einen grandiosen Job gemacht. Sie waren das erste Mal in Le Mans und haben uns ein Auto hingestellt, womit wir vom Speed her um den Sieg gekämpft haben. Sie haben viel gelernt. Leider auch, wie hart Le Mans zu einem sein kann".
Marco Werner war trotz des Ausfalls recht schnell wieder guter Laune. "Klar tut das weh wenn Du so eine tolle Chance verpasst. Gerade für mich, weil es war die letzte Möglichkeit in dieser Saison". Aber es gab von allen Seiten viel Lob für den Einsatz des dreifachen Le Mans Siegers. Für Werner war es keine leichte Aufgabe nach einer langen Pause im LMP Auto. Der einzige Test mit Highcroft ging auch schon auf März zurück. Also keine optimale Vorbereitung für ein 24 Stunden Rennen mit Teamkollegen die in dem Auto zu Hause sind. Im Training drehte Werner am Mittwoch und Donnerstag auch gerade mal 7 Runden. Doch Werner setzte Highlights und fuhr sogar im Warm Up, mit einer einzigen gezeiteten Runde, die schnellste LMP2 Zeit. Satte 12 Sekunden vorm zweiten LMP2 inmitten der LMP1 Autos, Werner like im Regen.