Zwei Audi R8 LMS starten am 17. September beim Malaysia Merdeka Endurance Race (MMER) in Sepang. In seiner bislang erfolgreichsten Langstrecken-Saison soll der Kundensport-Rennwagen von Audi dort erneut um den Sieg kämpfen.
Gesamtsieg bei den 12 Stunden Bathurst in Australien im Februar, bei den 24 Stunden Spa in Belgien im Juli und den 24 Stunden Zolder im September, dazu ein Klassensieg bei den 24 Stunden Nürburgring im Juni - damit ist das Ziel für den letzten großen Langstrecken-Einsatz des Audi R8 LMS in dieser Saison fast schon automatisch vorgegeben: In Malaysia soll der weltweit bereits mehr als 40 Mal verkaufte Kundensport-Rennwagen vor potenziellen asiatischen Interessenten seine Qualitäten mit einem weiteren Sieg beweisen.
Im Vorjahr feierten Frank Biela/Darryl O’Young/Marco Werner beim ersten Einsatz des Audi R8 LMS in diesem Rennen Platz zwei. Alle drei Fahrer sind auch in diesem Jahr dabei, allerdings in anderer Formation. Unterstützung erhalten die beiden früheren Audi-Werksfahrer Biela und Werner von dem Schweizer Marcel Fässler, der in diesem Jahr für Audi die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat. Zusammen bringt es das Trio auf insgesamt neun Le-Mans-Erfolge. Den zweiten Audi R8 LMS steuert mit Seiji Ara ein weiterer früherer Le-Mans-Gewinner. Der Japaner teilt sich das Auto mit Darryl O’Young aus Hongkong und Alex Yoong.
Zu den Besonderheiten in Sepang zählt nicht nur, dass das Rennen am Samstag um zwölf Uhr beginnt und bis 24:00 Uhr dauert, nachdem im Vorjahr um Mitternacht die Startflagge fiel. Auch das Qualifying-Format ist ungewohnt: Jeder Fahrer muss eine eigene Session bestreiten. Die jeweilige Bestzeit aller drei Piloten wird zusammengezählt, um die Startaufstellung des Autos zu ermitteln. Vorgeschrieben ist ferner, dass der schnellste Fahrer pro Team auch den Rennstart fahren muss.
Marco Werner (45/D), Audi Sport performance cars R8 LMS #1 (Belgian Audi Club):
"Die Strecke in Sepang ist eine typische moderne Grand-Prix-Strecke mit großen Auslaufzonen und einer speziellen Kurvencharakteristik. Es gibt zwar sehr unterschiedliche Radien, aber da sich die meisten Kurven zuziehen, tendiert man dazu, etwas zu schnell hineinzufahren. In einer solchen Anlage gibt es natürlich keine Mutkurven wie auf vielen Traditionsstrecken. Dafür gibt es andere Herausforderungen: die Luftfeuchtigkeit und die große Hitze, die für Mensch und Material extrem ist. Zum Glück ist der R8 LMS ein extrem zuverlässiges Auto und hat einen Motor, der auf hohe Laufleistungen von 20.000 Kilometern ausgelegt ist. Eine feste Größe ist auch das Team WRT, das gerade zwei 24-Stunden-Rennen in Folge in Belgien gewonnen hat. Ich freue mich schon sehr auf diese Mannschaft und auf meine Teamkollegen. Sie sind erfahrene und erfolgreiche Langstrecken-Rennfahrer. Etwas Besonderes ist der Qualifying-Modus, bei dem die Bestzeiten aller drei Fahrer addiert werden. Das sorgt für Ausgeglichenheit. Ich mag diese Idee."
Zeitplan (Ortszeiten; MESZ +6 Stunden)
Donnerstag, 15. September
17:50-18:20 Uhr Freies Training 1
21:30-22:00 Uhr Freies Training 2
Freitag, 16. September
11:50-12:20 Uhr Qualifying 1
14:40-15:10 Uhr Qualifying 2
16:40-17:10 Uhr Qualifying 3
Samstag, 17. September
12:00-24:00 Uhr Rennen (12 Stunden)